Unser Wildpark im Interview mit Ramona

Unser Wildpark im Interview

Unser Wildpark im Interview

 

Ramona Behnke: „Wenn man die Vögel gut behandelt, geben sie einem auch jede Menge zurück.“

Damit Sie wissen, wer die Menschen hinter dem Wildpark Völlighausen sind, stellen wir Ihnen in lockerer Folge ehrenamtliche Mitarbeiter aus Arbeitskreis und Förderverein vor. Mit Siegfried Günther haben wir den Anfang gemacht und stellen Ihnen heute Ramona Behnke vor, die mit ihren 22 Jahren das jüngste Mitglied im Arbeitskreis und seit rund drei Jahren dabei ist. Sie lebt seit dem vierten Lebensjahr in Völlinghausen. Bis sie zehn Jahre alt war, war sie oft bei der Oma in Berlingsen, wo sie sehr ländlich aufgewachsen ist.

Ramona, mit welchen Tieren bist du aufgewachsen?

Wenn ich an die Zeit bei meiner Oma in Berlingsen denke, fallen mir als Erstes Grashüpfer und Marienkäfer ein. Kontakt hatte ich außerdem zu Katzen, Hunden und Kaninchen.

Was hast du früher am liebsten gemacht?

Meine Lieblingsbeschäftigung war das Sammeln von Kleeblättern. Aber auch im Wildpark war ich sehr gerne, da ich die Ziegen gerne gestreichelt habe. Außerdem hatte ich schon damals ein großes Interesse an den Vögeln.

Hast du dich deshalb dafür entschieden, im „Vogel-Team“ des Arbeitskreises mitzuarbeiten?

Ja, auf jeden Fall. Wellensittiche und Nymphensittiche sind sehr zutraulich und ihr Verhalten ist interessant. Sie trällern und zwitschern zur Begrüßung und sie ahmen Laute nach und wenden sich einem zu. Das ist schon toll.

Du bist also ein richtiger Vogel-Fan?

Das kann man so sagen. Vögel, die man gut behandelt, zeigen ihren Dank auf ihre Art. Die Vögel geben einem viel zurück. Wenn Kinder vor der Voliere stehen, während ich hier arbeite, erkläre ich ihnen gerne die Vögel und sage ihnen, um welche Arten es sich handelt und wie sie heißen. Sehe ich diese Kinder dann nach ein paar Wochen wieder, haben sie sich oft die Namen gemerkt und sprechen die Vögel damit an. Das freut mich sehr.

Wie sieht deine Tätigkeit im „Vogel-Team“ konkret aus?

Gemeinsam mit Jochen Bogatz, Erwin Schulte und Jörg Behnke, die mit in diesem Team sind, füttere ich die Vögel, fülle die Trinkbehälter auf, säubere die Ställe, siebe den Sand aus und übernehme bei Bedarf die Brutzeitkontrolle.

Fressen die Vögel während der Brutzeit etwas Besonderes?

Während der Brut geben wir den Vögeln spezielles Futter wie beispielsweise eingeweichter Hafer. Denn dieser regt den Futterinstinkt an.

Kanntest du dich schon vor deiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Arbeitskreis mit Vögeln aus?

Mein Vater hat mehrere Jahre lang Wellensittiche gezüchtet. Da ich ihm dabei sehr gerne mitgeholfen habe, habe ich auch einiges über Vögel und ihr Verhalten gelernt.

Hattet ihr noch weitere Tiere zu Hause?

Ja, wir hatten auch über mehrere Jahre Hühner im eigenen Garten. Besonders interessant fand ich es immer, den Küken beim Aufwachsen zuzuschauen. Und einen Hund hatten wir auch.

Wie bist du auf den Arbeitskreis aufmerksam geworden?

Jochen Bogatz, der ebenfalls im „Vogel-Team“ ist, hatte mich seinerzeit angesprochen. Und da es auf mich immer eine gewisse Faszination ausgeübt hat, bei den Tieren zu sein, habe ich mich entschlossen mitzumachen.

Und wie oft bist du für den Wildpark im Einsatz?

Jede Woche ist jemand anderes aus dem „Vogel-Team“ an der Reihe. Da wir in diesem Team zu viert sind, bin ich jeden Monat mindestens einmal dran.

Und du bist gerne auch weiterhin mit dabei?

Ja, weil ich diese Tätigkeit für eine wichtige und sinnvolle Aufgabe halte, die mir darüber hinaus noch Spaß macht.

Was wünscht du dir für den Wildpark?

Ich wünsche mir eine Pflegestation für kranke Vögel und eine größere Voliere für die Vögel, damit sie mehr Platz haben. Außerdem fände ich es toll, wenn wir noch weitere Vogelarten im Wildpark hätten wie beispielsweise Papageien oder Greifvögel.

Gibt es noch etwas, was dir wichtig ist zu sagen?

Stecken Sie bitte nichts zwischen die Gitterstäbe. Die Vögel brauchen eine artgerechte Ernährung und die  erhalten sie von uns.