Fasane

Fasane

Fasan (Phasianus colchicus)

Der Fasan gehört zur Ordnung der Hühnervögel. Zu den Hühnervögeln zählen etwa 250 Arten, die über die gesamte Erde verbreitet sind.

Einen Fasanenhahn können Sie an seinem farbenprächtigen Gefieder und seinen langen Schwanzfedern erkennen. Diese langen Schwanzfedern werden auch als Stoßfedern bezeichnet. Der Ruf des Hahnes ist ein lautes gö-göck. Die Kopfseiten sind von einer warzigen, scharlachroten Hautwulst, den sogenannten „Rosen“ umgeben. Während der Balzzeit sind die „Rosen“ der Hähne stark vergrößert und scheinen formlich zu leuchten.

Die Farbe des Federkleides ist bei den einzelnen Rassen und bedingt durch Kreuzungen recht verschieden. Die heute in Europa lebenden Fasanen sind Mischformen mit den Merkmalen meist mehrerer Unterarten. Sie werden unter der Bezeichnung „Jagdfasan“ zusammengefasst. Reinformen sind sehr selten. So gibt es z. B. Fasane mit und ohne weißen Federring um den Hals. Zu den Fasanen ohne weißen Federring gehört unter anderem der Böhmische Jagdfasan.

Fasane sind Bodenvögel. Sie übernachten allerdings in aller Regel auf Bäumen oder in höheren Büschen. Aber auch in guter Deckung von Schilf und Rübenblättern.

Verbreitungsgebiet

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Fasane liegt in Asien und erstreckt sich vom Schwarzen Meer bis zum Pazifik. Im deutschsprachigen Raum ist der Fasen bereits seit dem Mittelalter beheimatet und war als Jagdwild beliebt. Wahrscheinlich sorgten bereits die Römer für eine Verbreitung in Mittel- und Westeuropa.

Fasane bevorzugen klimatisch milde Gebiete in tieferen Lagen (bis etwa 400 m Höhenlage), insbesondere Auen und Bruchwälder mit einer Mischung aus Wald, Wiesen und Feldern. Ideal, wenn die Felder mit Weizen, Mais und / oder Hackfrüchten bestellt werden.

Balz- und Paarungszeit

 Die Balz- und Paarungszeit beginnt Ende März/ Anfang April. Die Fasanenhenne legt Ende April / Anfang Mai in ein gescharrtes Muldennest rund 8-14 olivbraune Eier. Das Gelege befindet sich an Hecken, in Wiesen, Weiden und Gehölzen. Jetzt kommt den Hennen die von der Färbung her schlichte gelblich-braun bis braune und dunkel gefleckte Federung zu Gute. Es ist eine gute Tarnung vor Feinden wie z. B. dem Fuchs.

Die Brutzeit dauert 24 Tage. Die Küken sind Nestflüchter und bereits nach zwei Wochen flugfähig.

Nahrung

Abhängig von der Jahreszeit besteht die Nahrung aus Getreide, Mais, Eicheln, Unkrautsämereien, grünen Pflanzenteilen und Würmern. Im Herbst und Winter bevorzugen Fasane Beeren aller Art, beispielsweise Sanddorn, Hagebutte, Vogelbeere, Weißdorn, Vogelkirsche, Liguster oder Schneebeere.